Bei einer Agentur haben wir ein paar Touren gebucht, praktisch das Pflichtprogramm für die Ostküste. Surfen, Kanutour in den Noosa Everglades, eine Fahrt nach Fraser Island und natürlich die Whitsundays am Great Barrier Reef zum schnorcheln und tauchen. Am Sonntag sind wir die Fraser Island Tour gestartet. Es war auf jeden Fall ein Abenteuer. Unser Tourguide hieß Goomblar und war ein Aboriginal. Sein spezieller Spitzname für mich: Princess, mit meinen frischmanikürten Nägeln und der fetten Sonnenbrille hab ich wohl einen etwas eitlen ersten Eindruck hinterlassen. Er war total lustig und sogar berühmt, in einem der Mission Impossiblefilme ist er sogar zu sehen. Wir waren echt froh, dass wir in seinem Auto gefahren sind, vorallem weil er der einzige erfahrene Fahrer war.
Nachdem wir Samstags gemeinsam Essen für die drei Tage gekauft haben, sind wir ins Hostel und haben eingecheckt. Jeweils eine Nacht vor und nach dem Camp in dem Hostel waren mit inbegriffen. Weil wir am nächsten Tag erst abends zu unserem Camp kommen sollten, haben wir schon Lunchpakete vorbereitet und gekocht. Allerdings war die Küche recht kaputt und bei einer Gruppe hat der Ofen dann so stark gequalmt, dass der Feueralarm anging. Ein ziemlich lauter, nerviger, den man nicht ausgeschaltet bekommt. Natürlich ist das genau passiert, kurz nachdem die Rezeption geschlossen hatte. Irgendwie haben wir es dann tatsächlich doch geschafft ihn auszumachen. Danach sind wir müde ins Bett, weil es morgens um 6 schon weiter gehen sollte. Allerdings wollte ich noch die letzten Stunden Internet nutzen und bin wieder aufgewacht um zu skypen. Bis Viertel nach 4 morgens.. Knapp zwei Stunden später haben wir ausgecheckt, noch einen Sicherheitsfilm geschaut (ich nicht, bin dabei eingeschlafen) und sind dann los. Mit 26 Leuten in 4 Autos Richtung Fähre. Die Gruppe war super, Norweger, Holländer, Schweizer, Deutsche, Österreicher, Amerikaner, Engländer, Südafrikaner und Japaner. Auf der Fähre hab ich dann auch erstmal wieder geschlafen. Als wir wieder an Land waren, diesmal auf der Insel, war das nicht mehr möglich. Denn ab da sind wir nur noch auf Sand gefahren. Eins der Autos hatte schon Probleme, allerdings sind alle davon ausgegangen, dass das der Fahrer Schuld war. 5 Minuten hat es Spaß gemacht, nach 10 begannen die Kopfschmerzen und nach 20 hatte ich schon keine Lust mehr. Wir waren dann auch bald am See, war recht unspektakulär. Und der Wagen der Anfangs bereits Probleme hatte, hatte dann auch noch einen platten Reifen. Reifen auf Sand zu wechseln macht echt keinen Spaß, vorallem nicht wenn a. Das Werkzeug dazu nicht vollständig ist und b. Der Reifen gar nicht passt. Also mussten wir in der Hitze dann noch den Ersatzreifen eines der anderen Wagen nehmen. Der hat glücklicherweise gepasst. Deswegen ging's auch wieder weiter. Diesmal zu einem See, wo man erst einmal eine halbe Stunde durch den Wald stratzen musste, Berg auf und ab im Sand, aber es hast ich gelohnt! Sobald wir aus dem Gestrüpp raus waren konnte man wunderschöne Sanddünen sehen und den See. Weiter ging es zu unserer Schlafstätte. Dort war eine Kochstation, Zelte zum schlafen und dann das beste: als unser Guide uns die Toilette zeigen wollte hat er zwei Schaufeln hochgehalten, eine für Jungs und die andere für Mädels. Dazu dann noch einen Stock, falls Dingos angreifen sollten, das sind wilde Hunde auf der Insel. Das hieß also man musste immer zu zweit "zur Toilette", dort ein Loch buddeln und dann alles wieder vergraben. Fand ich super. Die anderen auch. Als Entschädigung konnte man dann aber sein Geschäft zumindest unter einem atemberaubenden Sternenhimmer erledigen. Nach dem Abendessen ging es noch wild zu, allerdings hab ich davon nichts mitbekommen, da ich kaputt ins "Bett" gefallen bin.





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