PS: Afrikanisch werden hat tatsächlich was gebracht. Obwohl es eher perfektes timing war, dass Sam (einer der die Tour mit uns gemacht hat) sich im Büro des Managers befand als der Mechaniker anrief und er ebendieser auf lautsprecherfunktion bekundete, dass es nicht unsere Schuld war, dass das Auto kaputt ging, sondern bloß eine Frage der zeit. So hat jeder noch mal 110$ wiederbekommen.
Montag, 18. November 2013
Endlich Arbeit
Endlich haben wirs geschafft. Letzte Woche hatten wir endlich unseren ersten Job, nach etlichen Enttäuschungen. Das war nichts supertolles aber hat doch sehr Spaß gemacht. Über gumtree (eine australische Internetseite ähnlich wie Ebay, nur das man auch Arbeit suchen bzw. Anbieten kann) wurden wir von einem jungen Ehepaar Mitte 20 angeschrieben. Die zwei brauchten Hilfe beim streichen ihres Hauses und sind im Nachhinein zu Freunden geworden. Erst waren die reichlich überrascht als wir mit zwei Mädchen kamen, da sie nur Jungs erwartet hatten, aber da wir unsere Arbeit Weltklasse gemacht haben war das kein Problem. Anfangs waren 2 Arbeitstage mit je 3 Stunden streichen geplant. Im Endeffekt blieben wir 6 Tage und haben insgesamt die Küche plus Esszimmer, den Flur, zwei Toiletten und drei schlafen jeweils dreischichtig gestrichen, auch die Decken. Für diesen Einsatz haben neben etwas Geld auch dort schlafen, duschen und essen dürfen. Außerdem haben Michael und Holly uns zum feiern eingeladen. Der Job ist in Australiens "fettester" Stadt (die meisten fetten Menschen) gewesen, gefühlt 70% der Stadt ist übergewichtig, der Rest ist nur hässlich. Hat dann aber sehr wohl zur Unterhaltung und Belustigung beigetragen an besagtem Abend. Zudem habe ich das erste mal australisches Bier getrunken, was meilenweit schlechter ist als ein schönes Kölsch. An einem anderen Tag sind wir in unserer Streichpause mit einem Freund von Michael im Meer kayak gefahren und abends haben wir einen strandspaziergang gemacht um große Meeresschildkröten zu sehen deren Brutzeit jetzt beginnt, leider erfolglos. Stattdessen haben wir dann ein Feuer im Garten gemacht und marshmalows gegessen. An einem anderen Abend wurden wir zum Abendessen in der Kirche eingeladen, wofür ich Nudelsalat a la Mama gemacht habe, der wirklich sehr gut ankam. Und am vorletzten Abend kamen Hollys Eltern und haben für uns gekocht. Es war eine schöne Woche und trotz Arbeit echt entspannt, was wahrscheinlich auch an den gefühlt 564 Filmen lag die wir gucken konnten. Zum Abschied haben wir noch einen Wäschekorb voll essen geschenkt bekommen. Vielen Dank ihr zwei!
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